Kritiken und Interviews
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Die Rasenden Reporter:
Der Sommer meines Lebens...
NAGISA

Nagisa, 12 Jahre alt, erlebt im Japan der 60er Jahre einen ganz besonderen Sommer - einen, den sie wohl nicht mehr vergessen wird. Nagisa befindet sich am Ende ihrer Kindheit und am Anfang der Pubertät und somit beginnt für sie ein neuer Abschnitt ihres Lebens.
Dem Regisseur Masaru Konuma gelingt es gut, mit diesem schwierigen Thema umzugehen. Er zeigt auf deutliche und realistische Weise die Neugier aber auch die Unsicherheit, mit der Nagisa an die vielen neuen Erfahrungen herangeht, mit denen sie konfrontiert wird: Sie knüpft neue Freundschaften, mit Mädchen wie mit Jungen, sie verdient ihr erstes Geld und ihr Äußeres wird ihr immer wichtiger.
Nagisa erlebt Schönes und Trauriges: Sie hat viel Spaß, wird jedoch auch enttäuscht und muss einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen.
Sicher, von diesem Thema handeln viele Filme und "Nagisa" ist auch kein Film, der dieses Thema auf eine völlig neue Art und Weise behandelt - aber das muss ja auch nicht sein! Wie sehr haben mich einige Szenen
berührt, wie oft konnte ich durch die gute Hauptdarstellerin Madoka Matsuda empfinden und nachvollziehen, was Nagisa fühlt... Dieser Film berührte mich, ohne zu sentimental zu sein. Masaru Konuma erzählt die Geschichte eines Mädchens und eines besonderen Sommers, und das ohne viel Kitsch und übertriebener Dramatik.
Nur leider ist Madoka Matsuda (Nagisa) eine der wenigen wirklich überzeugenden SchauspielerInnen dieses Films!
"Nagisa", der erste Kinderfilm von Masaru Konuma seit 12 Jahren, kann ich sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch Erwachsenen empfehlen - denn die werden sich vielleicht an einen ähnlichen Sommer ihres Lebens erinnern, wie Nagisa ihn durchlebt...

Lukas Macher