TRI
BRATA
Drei Brüder
Kasachstan,
Japan, 1999, 77 Minuten
Regie: Serik Aprymov
mit Kasim Zhakibaev, Shakir Bilalov, Aibar Temenov
-
ausführliche
Informationen (Auszug aus Katalog) -
- zur Kritik
dieses Films -


In
einer kleinen Ortschaft, in deren Nähe eine Bahnstrecke verläuft,
leben drei Brüder. Häufig besuchen sie mit ihren Freunden in
der Bahnstation einen alten Mann namens Klein, der den gelegentlichen
Verkehr auf dieser Strecke organisiert und der ihnen von einem
wundervollen See hinter den Bergen erzählt, zu dem er zuweilen
die Offiziere einer benachbarten Militärbasis fahren würde.
Ein unglaublich schöner Ort sei das, und auch die Frauen, die
an diesem See lebten, seien wunderschön. Aber nicht billig –
mit ihnen eine Nacht zu verbringen, würde nicht weniger als
100 US-Dollar kosten. Für die drei Brüder und ihre Freunde klingt
das alles sehr verführerisch. Sie möchten, koste es, was es
wolle, hin zu diesem sagenhaften See. Zunächst aber brauchen
sie das Geld. Ein erster Versuch, es durch den Verkauf von gestohlenen
Wassermelonen zu verdienen, schlägt fehl. Daraufhin überfallen
sie den Vater eines der beteiligten Jungen, einen Kassierer,
und rauben das ihm anvertraute Geld, mit dem sie nun zu Klein
zurückkehren. Doch Klein weigert sich, die Jungen zu dem See
zu bringen. Er sei „streng geheim“ und für sie praktisch unerreichbar.
Als sie trotzdem nicht nachge-ben wollen, schlägt er eine Mutprobe
vor, die die Jungen – mit Ausnahme des erst sechsjährigen Chibut
– jedoch allesamt bestehen. Als Klein kurz darauf in der Militärbasis
zu tun hat, nutzen sie seine Abwesenheit und machen sich allein
mit einer der von ihm beaufsichtigten Loko-motiven auf den Weg.
Nur Chibut lassen sie zurück. Ängstlich läuft er zu Klein und
berichtet ihm von den Absichten der anderen. Klein ist entsetzt
– denn die Züge, die er auf die Strecke bringt, dienen als Zielscheiben
für die Armee. Und der See? Den hat er sich doch einfach bloß
so ausgedacht! Verzweifelt versuchen Klein und Chibut, die Jungen
noch aufzuhalten. Doch es scheint, als kämen sie zu spät . .
.
