"Das
Mädchen in den Turnscuhen" aus dem Iran handelt von
dem 15-jährigen Mädchen Tadaie, das von Zuhause ausreißt,
um einer Welt zu entfliehen, in der man auf Schritt und Tritt
verfolgt wird und in der man verhaftet wird, wenn man mit einem
Jungen im Park spazieren geht, den die strengen Eltern noch nicht
kennen. In den Elendsvierteln Teherans lernt sie eine andere Welt
kennen: Eine, in der man Babys mietet, um beim Betteln Mitleid
zu erregen!
Es sind diese ungeschminkten Wahrheiten, die der Regisseur Rassul
Sadr Ameli zeigt und die einen so erschüttern. "Das
Mädchen in den Turnschuhen" ist ein sehr ernster Film,
es gibt nichts zu lachen. Er handelt von der Realität von
vielen Iranischen Mädchen und die ist alles andere als spaßig.
In diesem Film wird nichts beschönigt, sondern "nur"
die deprimierende Wahrheit gezeigt. Durch die guten Schauspieler
kann man sich gut in die Personen im Film hereinversetzen. Außerdem
wird einem ein guter Einblick in die iranische Kultur gegeben.
Allein schon deswegen sollte man sich "Das Mädchen in
den Turnschuhen" anschauen. Man sollte jedoch auf jeden Fall
die Altersempfehlung im Programmheft "ab 12 Jahre" beachten.
"Das Mädchen in den Turnschuhen" hinterließ
einen bleibenden Eindruck bei mir und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen.